Zielgruppenzahlen zur EURO 2016: Viele Frauen und vor allem Erwachsene schauen die EM Zahlen zu EURO 2016 Zielgruppen: Überdurchschnittlich viele Frauen und vor allem Erwachsene schauen die EM in Deutschland | Kantar Media Zielgruppenzahlen zur EURO 2016: Viele Frauen und vor allem Erwachsene schauen die EM

Zielgruppenzahlen zur EURO 2016: Viele Frauen und vor allem Erwachsene schauen die EM

Frische Daten der Kantar Media SportScope-Studie legen nahe, dass Männer nicht die einzige Zielgruppe sind, die sich mit Fußball erreichen lässt. Allerdings werden junge Zielgruppen potenziell weniger erreicht. Marken sollten ihre Maßnahmen also vor allem auf ältere Zielgruppen zuschneiden.

In Deutschland folgen 52,3 Prozent der Erwachsenen dem Fußball-Geschehen. Das ist im europäischen Vergleich allerdings nicht der höchste Wert wenn man zum Beispiel nach Italien (57,4 Prozent) oder nach Spanien (58,5 Prozent) schaut. Dafür hat Deutschland mit 35.6 Millionen Menschen die meisten Fußball-Interessierten in absoluten Zahlen (Frankreich 18,6 Millionen, Spanien 23 Millionen).

Fußball ist der populärste Sport in Deutschland, gefolgt von der Formel 1, Boxen, Leichtathletik und Ski. Übrigens ist Fußball in allen acht Ländern, die die SportScope-Studie betrachtet, der beliebteste Sport.

Beachtlich ist, dass in Deutschland 39 Prozent der Fußball-Interessierten weiblich sind. In Großbritannien und Frankreich liegt der Frauenanteil bei 33 Prozent. Bei der Frage, wer sich “besonders stark” für die Europameisterschaft 2016 interessiert, liegt der Anteil der Frauen in Deutschland bei 18,7 Prozent (5,9 Millionen), was ein vergleichsweise hoher Anteil ist, den Marken mit ihrer Kommunikation rund um das Fußball-Event erreichen können.





Die Altersstruktur zeigt, dass sich vor allem ältere Menschen für die EURO 2016 interessieren: 29,9 Prozent sind älter als 55 Jahre, nur sieben Prozent sind zwischen 18 und 24 Jahre alt. Der restlichen Gruppe teilt sich in die der 25- bis 34-Jährigen (22,3 Prozent), der 35- bis 44-Jährigen (19,3 Prozent) und die 45- bis 54-Jährigen (21,4 Prozent) auf. 10,5 Millionen der Euro 2016-Zuschauer sind also älter als 45 Jahre.

Auch wenn die Spiele der EURO 2016 über verschiedene Kanäle übertragen und in allen Medienkanälen berichtet wird, wird die Europameisterschaft vor allem im Fernsehen verfolgt. Wenn 33,4 Millionen der Deutschen Fußball an den Fernsehgeräten schauen, ist es schwierig, sich vorzustellen, dass es ein anderer Kanal schaffen könnte, das traditionelle Konsumverhalten nachhaltig zu ändern. Allerdings nutzen die Deutschen mit 26,6 Prozent erheblich weniger das mobile Internet, um Fußball zu schauen. In Frankreich liegt dieser Wert bei 41 Prozent.

Nathalie Zimmermann, Managing Director bei Kantar Media: “Vermarkter sollten sich nicht nur auf das Fernsehen konzentrieren, die Menschen nutzen fünf weitere Kanäle, um die Europameisterschaft zu verfolgen. Natürlich liegt TV ungeschlagen an der Spitze, aber Online, Radio, Print, und Mobile sind ebenfalls stark. Daraus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, seine Zielgruppen anzusprechen.”



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