Politische Werbespots gewinnen den Social Media Super Bowl

Diese 60 Werbespots (ohne Fox und NFL-Werbespots) wurden während des Super Bowl am 2. Februar ausgestrahlt und erzeugten um die Ausstrahlung des Spiels herum mehr als eine Million Tweets, die meisten während des Spiels.

Traditionell ist der Super Bowl eher eine Bühne für Marken, die das riesige Publikum – das sowohl an den Anzeigen als auch am Spiel selbst interessiert ist – nutzen wollen, um neue und hoffentlich gewinnbringende Werbemittel zu präsentieren. Dieses Jahr gab es auch einen politischen Fokus, bedingt durch das Wahljahr. Tatsächlich erregten Anzeigen aus den Kampagnen von Donald Trump und Mike Bloomberg die meiste Aufmerksamkeit und belegten im Ranking den ersten bzw. zweiten Platz. Zusammen machten diese beiden Anzeigen etwa 60% der Twitter- Kommentare aus. Trumps Anzeige zur Wiederwahl generierte fast das Vierfache an Kommentaren seines potenziellen demokratischen Herausforderers, wobei viele Beiträge retweetet wurden, darunter mehrere Tweets des Präsidenten und seines offiziellen Wahlkampf-Teams. Vervollständigt werden die Top 5 durch Anzeigen von Olay, Budweiser und Google.

Erwartungsgemäß lösten die politischen Anzeigen einige Kontroversen und Meinungsverschiedenheiten aus. Grund hierfür war u.a. die Tatsache, dass beide Kandidaten sich entschieden hatten, afroamerikanische Frauen in ihren Anzeigen ins Rampenlicht zu rücken, wobei Trump sich auf die Reform der Strafjustiz und Bloomberg auf das Thema Waffengewalt konzentrierte. Bloombergs Anzeige löste starke Gegenreaktionen der NRA und ihrer Anhänger aus. Beiden Kandidaten wurde auch vorgeworfen, die in ihren Anzeigen vorgestellten Frauen nur für ihre politischen Zwecke ausgenutzt zu haben. Die Unterstützung der jeweiligen Anhänger überwog jedoch die Kritik. Vor allem für Trump, da seine Unterstützer die offiziellen Tweets retweeteten.

Unter den Marken erzeugte Olay die größte Aufmerksamkeit mit seiner #MakeSpaceForWomen Anzeige, die, eingebunden in eine Twitter-Kampagne, sehr positive Resonanzen erhielt und 1 Dollar für jede Verwendung ihres Hashtags an GirlsWhoCode spendete. Ein Post der Schauspielerin und YouTuberin Lilly Singh, der in der Twitter-Anzeige eingebunden war, ermutigte die Teilnahme an der Hashtag-Kampagne und wurde vielfach geteilt. Budweiser, der Zweite unter den Marken und insgesamt Vierter, hatte die meisten Originalbeiträge, mit Diskussionen über seinen "Typical American"-Werbespot, sowie die Rückkehr der legendären "Whassup!"-Kampagne. Google hat die Zuschauerherzen mit "Loretta" erobert, einem 90-Sekunden-Spot, in dem ein Mann Google aufforderte, sich an Dinge über seine verstorbene Frau zu erinnern. Die Emotionen, die dieser Spot auslöste, waren vielfach Thema auf Twitter.

Abgesehen von den politischen Kandidaten waren die Marken und Unternhemen, die am meisten ausgegeben haben, am erfolgreichsten im Werben um die Gunst der Zuschauer. Anheuser-Busch InBev war der Top-Spender unter den Unternehmen, mit Budweiser an zweiter und Bud Light an vierter Stelle unter den Marken. PepsiCo war der zweitgrößte Investor mit Spots für eine Reihe seiner

Marken, darunter Doritos (Fünfter im Markenranking), Pepsi Zero Sugar, Cheetos, Mountain Dew und Soda Stream. PepsiCo ist auch Miteigentümer von Sabra, die unter den Marken auf Platz acht rangiert. P&G war mit Olay, Tide und einer Vielzahl von Marken in einer Cross-over-Anzeige vertreten, in der Sophia Vergara sowie viele andere P&G-Marken zu sehen waren.

 

Meistdiskutierte Anzeigen während des 54. Super Bowl

Basierend auf Gesamtanzahl an Tweets

 

Quelle: Kantar

 



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