10 Erkenntnisse in Bezug auf das Kauf- und Konsumverhalten in Zeiten von COVID-19

Mehr denn je sind wir der Meinung, dass beobachtetes Verhalten eine große Rolle spielt, um zu sehen, was wirklich aktuell passiert und um Wachstumsstrategien und Reaktionen darauf zu entwickeln. Wir haben uns auf Erkenntnisse konzentriert, die aufzeigen, was mit den persönlichen Pflege-, Ess- und Trinkgewohnheiten der Menschen passiert während sie zu Hause bleiben, um vorhersagen zu können, mit welchen Folgen bei ihrem künftigen Verhalten gerechnet werden muss.

COVID-19: 10 Erkenntnisse zum Kauf- und Konsumverhalten:

 

  1. Wann würden Sie den Lockdown lockern? Und wie würden Sie das tun? Basierend auf dem, was wir in China gesehen haben, ist es für die am stärksten betroffenen Länder noch ein weiter Weg zurück zur "Normalität". Mit den vielen gegenwärtigen Maßnahmen ist der Weg zum freien Einkaufen und Essen gehen noch weit.
  2. Werden Lebensmittelgeschäfte auch langfristig die Gewinner sein? Wir vermuten, dass dies angesichts der zu erwartenden sinkenden Einkommen und der geltenden restriktiven Einkaufsregeln schwierig sein wird.  
  3. Wie funktionieren Preis/Rabattaktionen und was sind ihre Vorteile? Wird sich jemand daran erinnern? Und ändert sich dies im Lockdown, wo die Nachfrage in bestimmten Kategorien immer noch das Angebot übersteigt? Ist es an der Zeit, dass vor allem berühmte Marken ihre zukünftige Werbestrategie für die Zeit nach dem Lockdown überdenken?
  4. Diejenigen, die wachsen wollen, sollten auch ihre alten Gewohnheiten ablegen. Wechseln Sie doch mal den Werbekanal! Marketingausgaben sollten sich mehr auf Menschen konzentrieren, die zum ersten Mal E-Commerce nutzen oder es auf Grund der momentanen Situation wieder tun.
  5. Warum ist der E-Commerce im Lebensmittelhandel im Vergleich zu verpackten anderen Produkten relativ gering? In viele Länder liegt das an den damit verbundenen Einschränkungen - eine Mindestbestellmenge plus begrenzte Lieferzeiten. Natürlich wird der Onlinehandel mit Lebensmitteln während des Lockdowns trotzdem wachsen. Aber dort, wo diese Einschränkungen minimiert wurden, wie z.B. in Südkorea, wird das Wachstum deutlich schneller vonstattengehen.
  6. "Wir müssen digitaler werden" wird die Lehre sein, die viele aus dieser Zeit ziehen werden. Aber selbst Branchen wie die Bekleidungsindustrie, die das Einkaufen und die Rückgabe von Waren erleichtert haben, kommen immer noch nicht über das Grundproblem hinweg: Die Mehrheit geht immer noch gerne in reale(physische) Geschäfte um einzukaufen!
  7. Die beliebtesten Aktivitäten während des Lockdowns in China waren zweifelsohne Schlaf und (entspannte) Unterhaltung. Wir glauben, dass das in jedem Land der Fall ist - zu Hause entspannen wir uns alle gerne. Wenn wir zur Normalität zurückkehren, werden wir dies vermutlich am meisten vermissen.
  8. Neuen Routinen bilden sich heraus. Wir dachten, die Menschen würden nun eher kleinere Snacks zu sich nehmen. Wir sehen aber, dass vor allem mehr richtige Mahlzeiten (Mittag- und Abendessen) konsumiert werden. Das kann sich im Laufe der Zeit entwickeln - in China hat sich beispielsweise die In-Home-Lieferung erholt. Das sollten wir im Auge behalten.
  9. Wir gehen davon aus, dass sich die üblichen Routinen rund um die Körperpflege im Lockdown minimieren. Vor allem solche Routinen, die wir normalerweise durchexerzieren, um anderen zu gefallen und uns selbst mehr Selbstvertrauen zu geben.
  10. Nehmen wir uns ein Beispiel an zwei (älteren) Infulencern: die Queen und Andrea Bocelli. Beide geben uns auf unterschiedliche Weise Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Interessant war, dass eine die klassische traditionelle Methode (eine Fernsehsendung) verwendete, während der andere mit einen Live-Stream ein riesiges Publikum erreichte. Marken müssen auch ein Massenpublikum erreichen - die meisten werden beide Kanäle nutzen müssen.

 

Wenn Sie nähere Informationen wünschen, kontaktieren Sie uns unter: contact@kantarmedia.de



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